So motivierst du dich zum regelmäßigen Laufen

Tipps von Lauf-Expertin Heike Drechsler

Der innere Schweinehund

An manchen Tagen fällt es einem ganz schön schwer, sich aufzuraffen und zum Laufen zu motivieren. Auch ich weiß, wie schwierig es im Alltag zwischen Beruf und Freizeitstress ist, noch regelmäßig Sport zu treiben. Daher habe ich mir ganz bewusst überlegt, was denn dazu nötig wäre. Die Antwort war klar: Wenn ich trainiere, dann sollte das eher beiläufig passieren, ohne dass ich großartig darüber nachdenken muss. Feste Laufzeiten sorgen für eine gewisse Routine oder Gewohnheit, die den „inneren Schweinehund“ meist verstummen lässt.

Feste Zeiten – unterschiedliche Strecken

Egal wo ihr gerade seid, solltet ihr also versuchen, eure Laufzeiten in der Woche fest einzuplanen. Zudem sind realistische Ziele sinnvoll – sowohl langfristig als auch tagesaktuell. Daher habe ich neben meinen festen Laufzeiten auch drei unterschiedliche Laufwege. Mal ist es etwas anspruchsvoller mit Steigungen und dann wieder etwas einfacher und kürzer. Dies ist wichtig, weil es auch Tage gibt, an denen man sich weniger leistungsstark fühlt. Dann sollte man auf seinen Körper hören und es etwas lockerer angehen. Wenn ich beruflich unterwegs bin, laufe ich auch gerne neue Strecken ab, was für Abwechslung sorgt und dank Navi gut funktioniert.

Laufpartner schlägt Musik

Viele Läufer haben Musik im Ohr, da dies einen Rhythmus vorgibt und motivierend wirkt. Wer wenig Trainingserfahrung hat, läuft jedoch Gefahr, bei einem schnellen Lieblingssong auch zu schnell zu laufen. Noch motivierender ist daher immer ein Laufpartner. Wenn man zum Laufen verabredet ist, lässt man den anderen nur ungern hängen.

Besonders schön sind Laufcamps, wie das Women´s Run Camp 2019 auf Fuerteventura (leider bereits ausverkauft), in dem ihr gemeinsam mit anderen Mitstreiterinnen trainieren könnt. Hier ist jeden Tag für Abwechslung und Spaß gesorgt – da kommt die Motivation von ganz allein. Zu meiner aktiven Zeit als Profisportlerin waren es für mich die schönsten Momente, wenn im Trainingscamp ein gemeinsames Gefühl der Stärke entstand und die Lust am Laufen noch größer wurde.

Eure Heike Drechsler