Laufend anders laufen

Regelmäßig Laufen ist gesund und macht Spaß. Zumindest theoretisch. Denn wenn aus der Routine langweiliger Trainingstrott wird, bleibt der Spaß am Laufen früher oder später auf der Strecke. Damit es gar nicht erst so weit kommt, könnt ihr rechtzeitig für Abwechslung sorgen. Mein Motto: Routine ist gut, aber Abwechslung ist besser.

Läufer neigen dazu, an festen Tagen zur gleichen Uhrzeit dieselbe Strecke zu laufen. Anfangs ist das sogar gut, denn Routine hilft dabei, das Training in den Alltag einzubauen. Außerdem fällt es nach einiger Zeit mit jedem Lauf leichter, die Strecke zu absolvieren. Körper und Geist passen sich neuen Anforderungen jedoch relativ schnell an. Wird das Laufen zu eintönig, kehrt eher eine negative Routine ein. Die ist weder für die Motivation förderlich noch für eine Leistungsverbesserung.

Ich bringe daher zwischendurch Abwechslung inmein Lauftraining. Manchmal reicht es schon, die gewohnte Rundstrecke andersherum zu laufen. Ich teste aber auch immer wieder neue Laufstrecken aus. Im Internet gibt es einige Portale, mit deren Hilfe ihr Strecken je nach Wohnort, Länge und Terrain suchen könnt. Gern unternehme ich auch Querfeldeinläufe. Der unebene Boden und das eine oder andere Hindernis sorgen dann für neue Herausforderungen. Und über das Tempo lässt sich das Lauftraining natürlich auch variieren. Ihr könnt den Laufrhythmus zudem mal bewusst unterbrechen, beispielsweise durch Laufen auf den Zehenspitzen, Seitwärts- oder Überkreuzlaufen. Selbst gelegentliches Retrorunning – also Rückwärtslaufen – ist ein guter Weg aus der Routine. Dabei werden übrigens andere Muskeln als beim Vorwärtslaufen trainiert und eure koordinativen Fähigkeiten trainiert. Viel Spaß beim Ausprobieren wünscht

eure Heike Drechsler